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Was Sie schon immer über Meditation wissen wollten:

 

Viele Menschen möchten durch Meditation glücklich werden, aber oft werden sie dabei von alltäglichen Problemen wie zum Beispiel Arbeit oder Geld abgelenkt, deswegen werde ich Ihnen hier einige Tipps geben, mit welchen Sie dennoch ihren Weg zum Glück finden können.

 

Liebe Yogafreunde,

wir wissen, dass Yoga bei vielen physischen und psychomatischen Problemen helfen kann, wenn man es in der richtigen Dosis praktiziert, also weder zu viel noch zu wenig. Aber was ist bitte zu wenig im Vergleich zu einem Sadhu, der seit 12 Jahren auf einem Bein steht?

Es gibt heutzutage zahlreiche Yogakurs-Angebote - teilweise sogar von der Krankenkasse gezahlt - von Top-Manager-Seminaren bis hin zu Volkshochschulkursen. Oft werden von Ärzten oder Psychologen solche Kurse auch als Therapieunterstützung empfohlen.

Geschätzte 4 Millionen Menschen in Deutschland nehmen Yogaunterricht bei rund 10000 ausgebildeten Yogalehrern, aber vermutlich ist die eigentliche Zahl höher. Bei einer, immerhin recht anschaulichen, Anzahl von Menschen die so regelmäßig mit Yoga zu tun haben, fragt man doch: Was ist Yoga eigentlich?

Eine klassische und einheitlich geltende Definition von Yoga ist heute kaum noch möglich, da es mittlerweile viele verschiedene Formen des Yogas gibt. Zum Beispiel Asanas Yoga, Bhakti Yoga, Sauchya Yoga, Gibram Yoga, Ayinger Yoga, Shiva Yoga und viele mehr.

Das Wort Yoga selbst bedeutet so viel wie addieren oder verbinden.

Im Yoga geht es vor allem um die Verbindung von Körper und Geist. Die Aussage aus dem Yoga Sutran, der Yoga-Theorie, „Sarwe Bhawan to Suchi na! Sarwe Santu Niramaya!“ bedeutet so viel wie „Alle wollen glücklich sein! Alle wollen gesund sein!“.

Hier ist auch die Verbindung von Körper und Geist zu erkennen. Alle wollen glücklich sein, also im Geist und in der Seele zufrieden sein, und alle wollen gesund sein, also einen gesunden Körper haben. Und für beide dieser Dinge müssen wir selbst sorgen, nicht etwa der Nachbar oder das Kaufhaus, in dem wir versuchen, uns mit verschiedenen Luxusgütern glücklich zu machen.

Da Yoga nicht durch eine Worterklärung und ein kleines Beispiel zu verstehen ist - hier also etwas Genaueres zu Yoga. Wir wissen ja alle, dass wir keine Tiere sind die nicht berechnen oder planen können. Wir können Dinge entscheiden, wobei die Entscheidungen auch durch logisches Denken nicht immer die richtigen sind. Wenn wir uns Pläne machen, sollten wir sie auch mit Durchhaltevermögen und Disziplin zu Ende bringen.

Auch in Yoga gibt es gewisse Regeln, die mit Disziplin durchzuhalten sind. Betrachten wir Hatha Yoga:

„Hatha“, ursprünglich „Hutt“, bedeutet soviel wie Sturheit. Da das Wort Sturheit bei uns einen sehr negativen Klang hat, ist in diesem Fall eher Durchhaltevermögen oder Disziplin die treffende Übersetzung.

Jeder Mensch möchte glücklich sein, ob man heiratet oder sich scheiden lässt, eigentlich sind beides Pläne, mit denen man im Endeffekt glücklich oder glücklicher sein möchte. Wir möchten mehr Geld, mehr Kraft, mehr Zeit und mehr Gesundheit, um letztendlich einfach glücklicher zu sein. Um das zu erreichen machen wir uns Pläne, die wir nur mit Disziplin durchhalten können, aber bei dem ganzen Streben nach immer mehr, vergessen wir oft das Glück eigentlich in uns selbst zu suchen, in unserem Geist.

Wenn wir ganz genau hinsehen würden, würden wir vielleicht bemerken, dass wir in einem Hamsterkäfig sind und in einem Hamsterrad laufen. Wir versuchen immer weiter nach vorne zu kommen, unsere Pläne immer schneller durchzusetzen, mehr Geld zu verdienen. Wir werden zu einer Leistungsmaschine, die sich immer weiter im Hamsterrad dreht. Wir überlasten unseren Körper, werden dadurch krank, mental und körperlich und fallen schließlich zurück oder ganz um und können unsere Pläne nicht weiter durchführen. Anfangs hatten wir vor glücklich zu werden, aber am Ende sind wir krank und unglücklich geworden, weil wir unsere Pläne nicht vollenden konnten. Disziplin ist an sich etwas Gutes, aber um glücklich zu werden, hilft es nicht nur Disziplin zu haben, man muss vor allem darauf achten, in welche Richtung man sie einsetzt.

 

Setzten sie sich hin, nehmen sie eine bequeme Haltung ein, sorgen sie dafür, dass Ihre Waschmaschine aus ist und sagen Sie vielleicht auch ihren Familienmitgliedern, dass Sie für 15 Minuten nicht gestört werden wollen. Das sind gerade mal ein Prozent des Tages, so viel Zeit sollten sie sich nehmen.

Als leichte Merkregel dafür, was Yoga bedeutet und welche wichtigen Schritte es gibt, können sie sich die 4 A's aus dem Englischen merken.

 

Erstes A - wie Awarness (Bewustsein, Erkenntnis)

Beim Meditieren ist es wichtig, dass sie sich bewusst sind, dass sie hier sitzen, um zu meditieren und auch versuchen in die Meditation zu kommen. Um Ihnen dabei zu helfen, hier zwei Fragen, die Sie sich wahrscheinlich stellen werden.

 

1. Was bedeutet Meditation? Wie meditiert man?

2. Warum soll ich meditieren?

 

Meditation bedeutet, den Geist und den Körper zur Ruhe kommen zu lassen, etwas

Abstand von der ganzen Alltagswelt zu nehmen. Versuchen sie erst einmal jedes Körperteil einzeln wahrzunehmen und locker zu lassen, auch wenn Sie glauben, es sei nicht mehr angespannt, versuchen Sie das auch mit den einzelnen Organen.

Fangen Sie jetzt zum Beispiel bei den Fersen an und gehen Sie Schritt für Schritt Ihren ganzen Körper ab. Versuchen Sie die Spannung zu lösen. Wenn Sie damit fertig sind, versuchen Sie sich von Ihren Gedanken zu lösen, aber drängen Sie diese nicht einfach beiseite, sondern gehen Sie auch die Gedanken einzeln durch. Entfalten Sie keinen von den Gedanken und analysieren Sie die Gedanken nicht, aber nehmen Sie sie wahr, gehen Sie sie alle durch und zwar sowohl positive, wie auch negative Gedanken. Bald werden Sie merken, dass kein weiterer Gedanke kommt, wenn Sie sich nicht absichtlich einen aussuchen. Gedanken sind die Diebe der Ruhe. Manchmal haben wir einfach zu viele in uns und werden unruhig, machen uns Gedanken über Sachen, die überhaupt keine Rolle spielen sollten.

Nun zur zweiten Frage: Warum soll ich meditieren?

Um eine Antwort zu bekommen, sollten sie sich andere Fragen stellen.

Will ich mich innerlich ruhiger fühlen? Will ich aus meinem Alltagsstress herauskommen?

Will ich mir meine schlechten Gewohnheiten bewusst werden und sie aufgeben? Will ich mal etwas für mich und meinen Körper tun?

Wenn eine dieser Fragen von Ihnen mit 'Ja' beantwortet wird, dann kann Ihnen meditieren helfen.

 

Zweites A - wie Acceptance (Annahme)

Es ist wichtig, einige Dinge zu akzeptieren beim Meditieren. Wenn Sie gerade beim Meditieren dasitzen und sich fragen „Was mache ich da eigentlich?“. Wenn Sie glauben, es ist Zeitverschwendung, was Sie gerade machen und glauben, es bringe Ihnen sowieso nichts, dann nehmen Sie den Gedanken an, verdrängen Sie ihn nicht, aber denken Sie auch nicht darüber nach. Ihre Gedanken werden sich nämlich nicht einfach in Luft auflösen und wenn sie kommen und Sie sie versuchen zu verdrängen werden die Gedanken nicht gehen wollen. Wer lässt sich denn schon gerne freiwillig besiegen?

Akzeptieren Sie auch, dass die Gedanken sich nicht einfach verjagen lassen, versuchen Sie einfach, weiter zu meditieren und kümmern Sie sich nicht um Ihre Gedanken.

 

Drittes A - wie Attraction (Anziehung, hingezogen sein)

Nach den ersten beiden Phasen finden Sie langsam zu sich selbst, sie werden sozusagen zu Ihrem Kern hingezogen, denn Sie lassen von allen anderen Dingen ab.

Schalten Sie nun die gesamten Gedankengänge ab und konzentrieren Sie sich auf Ihren Körper. Schließen Sie die Augen und nehmen Sie alles mit Ihren Sinnen wahr. Zuerst fühlen Sie mit Ihrem Tastsinn wie Sie sitzen, bewegen Sie sich nicht groß, sondern nehmen Sie es einfach wahr. Nehmen Sie mit ihren Ohren alle Geräusche auf, nahe und ferne, achten Sie auf jedes Geräusch, vielleicht fallen Ihnen jetzt ja Geräusche auf, die Sie vorher gar nicht wahrgenommen haben. Fühlen sie die Temperatur auf Ihrer Haut. Ist es warm? Ist es kalt?

Mischen Sie sich in nichts ein, sondern nehmen Sie die Welt jetzt nur als ein Betrachter wahr. Beobachten Sie alle Dinge mit allen ihren Sinnen.

 

Viertes A - Action

Dies ist die vierte und letzte Phase. In dieser Phase hören Sie auf, sich zu konzentrieren, hören mit allen Gedanken auf, auch mit denen, die Sie im vorherigen Schritt auf ihren Körper gerichtet haben. Dies ist die tatsächliche Meditationsphase. Sie heißt Action, aber wir unternehmen hier nichts. In der Meditation nichts zu unternehmen heißt Aktion.

 

 

 

 

Gian Prakash - Praxis für Physiotherapie, Podologie und Yoga | Tegernseer Landstr. 75a 81539 München  | gianprakash@t-online.de Tel. 089 625 98 68